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Tenbrink renoviert in Paris 

Traditionsunternehmen international etabliert / Größter Auftrag der Firmengeschichte

STADTLOHN. Mit 11,5 Mio. Euro hat die Firma Tenbrink jetzt den größten Einzelauftrag ihrer Geschichte erhalten. Das Stadtlohner Unternehmen renoviert das Fünfeinhalb-Sterne-Hotel „George V.“ in Paris.

Als Generalunternehmer wird die Tenbrink Objekteinrichtung GmbH eine Vielzahl von Arbeiten an dem Haus durchführen – im laufenden Betrieb. Den Zuschlag bekam die Firma dank ihres STR®-Konzeptes (Shortest Time Renovation, Renovierung in kürzest möglicher Zeit). Tenbrink und einzelne Subunternehmer arbeiten dann eng zusammen, immer in einem abgesperrten Teil des Hotels. „Und zwar rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche, bis alles schlüsselfertig übergeben werden kann“, erklärt Geschäftsführer Winfried Tenbrink. Die Kunst liege darin, lärmintensive Arbeiten so zu legen, dass die Hotelgäste nicht gestört werden. „Nachts können wir nicht bohren, dafür verlegen wir dann zum Beispiel den Teppich“, schildert Tenbrink. Durch diese Verzahnung der Arbeiten könne das Unternehmen kurze Ausfallzeiten garantieren und den Auftraggebern so Verluste im siebenstelligen Bereich ersparen. In den vergangenen fünf Jahren habe sich das Stadtlohner Traditionsunternehmen mit Zuverlässigkeit, schneller und sauberer Arbeit international einen guten Stand erarbeitet, so Tenbrink weiter. „So große Projekte basieren auf einem reinen Empfehlungsgeschäft“, erläutert er, „und da sind wir in dem kleinen Kreis der Entscheider bekannt geworden.“ Neben der Hotelrenovierung – Tenbrink arbeitet aktuell auch an einem 2,8-Mio.-Euro-Projekt in London – ist die Ladeneinrichtung das zweite Standbein des Unternehmens. Etwa ein Drittel des Umsatzes kommt daher. „Wir konzentrieren uns zwar in beiden Bereichen auf große Ketten, doch funktionieren die Geschäftsfelder völlig unterschiedlich“, erklärt der Geschäftsführer. Der Schwerpunkt der Arbeit in Stadtlohn liegt auf der Projektentwicklung und -steuerung. 170 Mitarbeiter arbeiten am Hauptstandort des Unternehmens beiderseits der Industriestraße. Zwar werde in den Hallen auch noch produziert, doch könne die extrem lohn- und zeitintensive Arbeit an Inneneinrichtungen im Topsegement in Deutschland nicht mehr bezahlt werden, sagt Tenbrink.

Ausbildung wird groß geschrieben

Die Firma Tenbrink ist aber nicht nur auf der Jagd nach großen internationalen Projekten, sondern tut auch viel für den eigenen Nachwuchs. 17 junge Erwachsene werden in der Firma zu Industriekaufleuten, technischen Zeichnern, Tischlern – und demnächst auch zu Fachinformatikern im Bereich Systemintegration ausgebildet.

[Stephan Teine – Münsterland Zeitung 22.01.2011]